Zum ersten Mal in Deutschland

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Es war der 18. August 2014, als ich nach Deutschland gekommen bin, genauer gesagt nach München. Es war 3 Uhr in der Nacht. Es war sehr kalt und es hat geregnet. Wir waren eine Gruppe von Leuten, die alle in der gleichen Situation waren. Wir waren junge und alte Leute. Der Ort war die Bayernkaserne neben dem Kieferngarten. Wir sind in das Asylheim gekommen. Die Angestellten vom Asylheim haben uns willkommen geheißen, mit offenen Händen und auch freundlich.

Als wir in das Asylheim gegangen sind, haben wir verschiedene Nationen getroffen, zum Beispiel:

• somalisch

• eritreisch

• syrisch

• afghanisch

• westafrikanisch

• und osteuropaeisch

Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Leute aus verschiedenen Nationen an einem Ort getroffen habe, und das war sehr sehr überaschend für mich. Nach ein paar Tagen hatte ich ein Interview und dann hatte ich einen Transfer in ein anderes Heim. Die Bayernkaserne oder München ist das Tor zu Deutschland. Und die Angestellten waren wirklich sehr gute Leute.

Jetzt lebe ich in München und München gefällt mir, weil München eine gute, friedliche und demokratische Stadt ist. Ich mag Deutschland, weil ich Bildung und eine Gesundheitsversorgung und generell Hilfe bekomme. Jetzt leben wir in einem Wohnheim für junge Menschen aus verschiedenen Ländern aber wir sind alle Brüder und Schwestern. Und wir kochen, spielen und lernen zusammen.

Das Leben in Deutschland ist sehr anders als in meinem Land, zum Beispiel (in Bezug auf):

• Sicherheit

• Tradition

• Kultur

• Politik

• Erscheinungsbild

• Religion

Aber die Deutschen sind gute Leute mit offenen Gesichtern.

Raphael Müller-Hotop

Ich heiße Raphael Müller-Hotop, bin Psychologe und war von Oktober 2014 bis August 2019 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des NeuLand e.V.. Es begeistert mich jedes Mal aufs Neue das Engagement der AutorInnen und Ehrenamtlichen mitzuerleben und gemeinsam mit so vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen dieses verbindende Projekt mitzugestalten. Was mir an NeuLand außerdem besonders gefällt ist der Austausch mit den AutorInnen und unser Ziel, durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an Perspektiven Verstehen, Kennenlernen und Dialog zu fördern.