Über dem Tellerrand der deutschen Sprache

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Deutsch ist eine fulminante Sprache – vielleicht sogar die wunderschönste der Welt.

Die Deutschen – nicht alle – können verständliche Sätze mit über 190 Wörtern aufbauen; und Wörter mit 60 Buchstaben (wie z.B. Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsüber-tragungsverordnung) bilden.

Eine Mutter ist im Deutschen nicht nur eine Frau mit Kind, sondern auch das praktische Gegenstück zu einer Schraube.

„Umfahren“ bedeutet nicht nur, dass man um etwas herumfährt, sondern wird gleichzeitig für das genaue Gegenteil benutzt.

Im Wortschatz gibt es fabelhaft widersprüchliche Begriffe wie „Gefrierbrand“, „Wahlpflichtfach“, „verschlimmbessern“ etc.

Für das Endstück des Brotes verwendet Deutschland 218 Wörter.

Illustration: Antje Krüger

Die Satzzeichen spielen eine große Rolle – der Punkt kann nicht nur spielen, sondern auch springen. Das ist der springende Punkt!

Ein Wort (wie z.B. Alter, Aha,…) kann je nach der Aussprache viele verschiedene Bedeutungen haben.

Klein- und Großschreibung ist sehr wichtig und kann die Bedeutung eines Satzes völlig verändern: – Helft den armen Vögeln! – Helft den Armen vögeln!

Und das, was für Deutsche alltäglich ist, hält für Nicht-Muttersprachler herrliche Skurrilitäten bereit.

Raphael Müller-Hotop

Ich heiße Raphael Müller-Hotop, bin Psychologe und war von Oktober 2014 bis August 2019 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des NeuLand e.V.. Es begeistert mich jedes Mal aufs Neue das Engagement der AutorInnen und Ehrenamtlichen mitzuerleben und gemeinsam mit so vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen dieses verbindende Projekt mitzugestalten. Was mir an NeuLand außerdem besonders gefällt ist der Austausch mit den AutorInnen und unser Ziel, durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an Perspektiven Verstehen, Kennenlernen und Dialog zu fördern.