So ein Unsinn!

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Mein Vater hat viele Reisfelder, die jedes Jahr von der Familie und von Freunden und Bekannten bepflanzt werden. Ein Feld an einem Hang war dabei, das immer Probleme gemacht hat. Noch nie konnte auf diesem Feld Reis geerntet werden, denn der Regen hat die Pflanzen weggeschwemmt. Irgendwann hat mein Vater gesagt: „Jetzt habe ich keine Lust mehr, dieses Feld zu bepflanzen. Es hat uns immer nur viel Arbeit gemacht, aber nie etwas gebracht.“

Da kam plötzlich ein Brief von der Regierung. Sie schrieb, dass das Feld bepflanzt werden muss. Wenn mein Vater sich weigern würde, würde die Regierung ihm das Grundstück einfach wegnehmen.

Da das Land ein Geschenk vom Vater meines Vaters war, hing er sehr daran und wollte es auf keinen Fall verlieren. Also besorgte er Pflanzen und die ganze Familie musste zwei Tage lang das Feld bestellen. Nur einen Tag später fing es fürchterlich an zu regnen und die Pflanzen wurden – wie in all den Jahren zuvor – weggeschwemmt.

Wie unsinnig ist die Diktatur! Sollten wir darüber lachen oder weinen?

Raphael Müller-Hotop

Ich heiße Raphael Müller-Hotop, bin Psychologe und war von Oktober 2014 bis August 2019 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des NeuLand e.V.. Es begeistert mich jedes Mal aufs Neue das Engagement der AutorInnen und Ehrenamtlichen mitzuerleben und gemeinsam mit so vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen dieses verbindende Projekt mitzugestalten. Was mir an NeuLand außerdem besonders gefällt ist der Austausch mit den AutorInnen und unser Ziel, durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an Perspektiven Verstehen, Kennenlernen und Dialog zu fördern.