Keine Pressefreiheit in Eritrea

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Mein Name ist Dawit. Ich bin 23 Jahre alt und komme aus Eritrea. Im Augenblick besuche ich die Berufsschule zur Berufsvorbereitung. Vor kurzem habe ich ein Praktikum als Kinderpfleger gemacht. Das hat so viel Spaß gemacht mit den Kindern! Der Unterricht in der Berufsschule macht mir auch großen Spaß. Am liebsten mag ich Mathematik.

Eritrea, das Land, aus dem ich stamme, ist ein wunderschönes Land. Es gibt dort Berge und ein Meer – das rote Meer. In Eritrea gibt es circa 50 % Christen und 50 % Muslime, die gut miteinander auskommen. Insgesamt leben dort nur circa sechs Millionen Menschen, deshalb muss dort jeder zum Militär, egal ob er 18 Jahre oder 50 Jahre alt oder noch älter ist. Auch die kinderlosen jungen Frauen müssen zum Militär. Aber niemand kann von dem Geld leben, das man dafür bekommt.

Es gibt nur eine Partei. Eine andere Partei, eine Opposition, gibt es nicht. Es gibt auch keine Pressefreiheit. Der Präsident Isayas Afewerki bestimmt alles.

An Deutschland gefällt mir besonders, dass man seine Entscheidungen selbst treffen kann, vor allem, dass man selbst entscheiden kann, mit wem man zusammen sein möchte.

Im Moment strebe ich an, Gebäudetechniker zu werden. Später möchte ich einmal als Richter arbeiten.

Illustration: Antje Krüger

Raphael Müller-Hotop

Ich heiße Raphael Müller-Hotop, bin Psychologe und war von Oktober 2014 bis August 2019 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des NeuLand e.V.. Es begeistert mich jedes Mal aufs Neue das Engagement der AutorInnen und Ehrenamtlichen mitzuerleben und gemeinsam mit so vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen dieses verbindende Projekt mitzugestalten. Was mir an NeuLand außerdem besonders gefällt ist der Austausch mit den AutorInnen und unser Ziel, durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an Perspektiven Verstehen, Kennenlernen und Dialog zu fördern.