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Artikel
Sarwar Gazali, Pakistan

Aus dem Roman »Blut statt Almosen«

Ahmad, ein junger Pakistani, der seit einiger Zeit in Berlin lebt, erhält einen verzweifelten Anruf aus seiner Heimat: Seine Tante berichtet ihm, dass ihr Sohn Ahsan spurlos verschwunden ist, alle Nachforschungen der Familie sind im Sande verlaufen. Ahmad stand noch kurz zuvor in Kontakt mit seinem Cousin, mit dem ihn seit Kindertagen eine innige Freundschaft verbindet

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Artikel
Akin Öztürk, Türkei

Im Namen der Frau

Eigentlich kommt dieser Artikel zu spät. Dieser Artikel hätte früher geschrieben werden sollen. Durch mich oder jemand anderen. Ich sehe fast jeden Tag Morde an Frauen, wenn ich Nachrichten über die Türkei lese.

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Artikel
Mohamad Alkhalaf, Syrien

Das ruhige Meer

Die Sprache ist wie ein ruhiges Meer, oberflächlich versteht man das Gesagte, aber was versteckt sich hinter den Wörtern? Unter der Wasseroberfläche gibt es Strudel und Untiefen und noch Allerlei.

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Artikel
Dickson Oarhe

Die schiere Kraft des Willens

Vor einiger Zeit, genau während meines letzten Urlaubs 2020, habe ich einen Moment erlebt, der mich zum Nachdenken gebracht hat.

Zuvor möchte ich Sie wissen lassen, dass es mir an schönen Momenten in dieser großartigen Stadt Walldorf, die ich vor drei Jahren kennengelernt habe, nicht mangelt: Zum Beispiel, wenn ich jeden Tag mit dem Fahrrad zu meiner Firma in Mörfelden radle, wo ich eine Ausbildung mache, oder zur Berufsschule in Groß-Gerau (BSGG) fahre. Für mich hat dieser Tagesablauf schon etwas Schönes und Bemerkenswertes. Inzwischen kenne ich so viele nette Leute in Walldorf und in Deutschland, die warmherzig und hilfsbereit sind und die mich ab und an einladen und ich besuche sie und unterhalte mich gerne mit ihnen.

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Artikel
Saad und Saada Aljafry, Irak

Hier ist alles grün

Wir, die Zwillingsgeschwister Saada und Saad Aljafry, mussten leider schon sehr jung unsere Familie, unsere Freunde und unsere Heimat im Nordirak um die Stadt Sindschar verlassen. Wir gehören der Volksgruppe der Jesiden an …

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Zeitung
NeuLand-Zeitung

NeuLand Ausgabe 17

Unsere neueste Ausgabe ist da!
Sie ist kostenlos analog in vielen Cafés, Kulturzentren etc. in München erhältlich, damit jedermann und jedefrau sie lesen kann.
Und natürlich hier digital u.a. mit »Ein Interview mit Maryam Haidari
über die Situation in Afghanistan«, »Die arabische und deutsche Körpersprache im Vergleich« und »Die Künstlerin Benelisa Franco über ihr Leben zwischen zwei Welten«

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Artikel
Dickson Oarhe

Die Schönheit der Demokratie

In den rund vier Jahren, die ich hier in Deutschland lebe, habe ich viele Erfahrungen gemacht, die mein Wissen darüber, wie ein Staat wirklich funktioniert, neu geformt haben. Im Laufe der Zeit habe ich, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, die Schönheit der Demokratie zu schätzen gelernt.

Demokratie, so heißt es in einer aktuellen Veröffentlichung der Landeszentrale für politische Bildung, (…) ist eng mit dem Prinzip der Volkssouveränität verbunden: Demokratie ist eine Staatsform, in der die Staatsgewalt vom Volk ausgeht.“

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Poesie
Rahil Rayomand, Afghanistan

Generation des Blutes und der Rauches

Von tränenreichen Schreien stammen wir ab
Von der Herzwunde der Erde stammen wir ab
Vom Höhepunkt eines Trauergesangs stammen wir ab
Von diesem Klagebrief stammen wir ab:
„Sieh wie deine und meine Jugend abhandenkommt
Sieh wie dein und mein Leben verlorengeht“

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Poesie
Sarwar Gazali, Pakistan

Benetzte Erde!

Ich dachte, das sei nur benetzte Erde
Als ich aber versuchte, meinen Fuß zu fassen
War es Sumpf
Ich versank
und versank noch tiefer

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Kunst
Benelisa Franco, Brasilien

Kunst kommt nach Deutschland

Seitdem ich in Deutschland bin, werden mir die Unterschiede zwischen einer südamerikanischen und einer europäischen Stadt bewusst: Hier zeigt sich München von seiner grünen, leisen Seite, ausgestattet mit Fahrradwegen, Straßenbahnen und Kinderspielplätzen. Die Menschen schwimmen im kristallklaren Wasser der Isar. Dort eine laute Stadt, mit verschmutzten Flüssen und wenigen grünen Flächen. Eine gewalttätige Stadt im Dauerstau.

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Raphael Müller-Hotop

Ich heiße Raphael Müller-Hotop, bin Psychologe und war von Oktober 2014 bis August 2019 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des NeuLand e.V.. Es begeistert mich jedes Mal aufs Neue das Engagement der AutorInnen und Ehrenamtlichen mitzuerleben und gemeinsam mit so vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen dieses verbindende Projekt mitzugestalten. Was mir an NeuLand außerdem besonders gefällt ist der Austausch mit den AutorInnen und unser Ziel, durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an Perspektiven Verstehen, Kennenlernen und Dialog zu fördern.