Liebe Leserinnen und Leser,

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Jetzt also die nächste „Krise“. Fünf Jahre nach der sogenannten „Flüchtlingskrise“. Es breitet sich ein Virus aus. Anders als vor fünf Jahren stellt Covid-19 unser aller Leben auf den Kopf. Doch der Großteil der Gesellschaft zeigt sich solidarisch und handelt verantwortungsvoll. Noch.

Der Geist der Solidarität, er leitete uns anfangs auch im Jahr 2015. Damals bestimmte eine Willkommenskultur unseren Umgang mit Geflüchteten. Doch irgendwann kippte die Stimmung. Sie schlug ins Gegenteil um, in Fremdenfeindlichkeit, Hass und Rechtsradikalismus.

Wie sich die Lage in Sachen Corona entwickelt, werden wir sehen. Die Atmosphäre ist angespannt. Zuhause bleiben ist jetzt angesagt. Aber was machen diejenigen, die kein Zuhause haben? Die Unterkünfte in Griechenland sind überfüllt und ein Lager nach dem anderen muss in die Quarantäne. Ein Super-Gau für die “Bewohner”.

2015 haben wir gesehen, dass Angst und Panikmache den Menschen ihre Menschlichkeit nehmen können. Das sollten wir in der momentanen Krise im Hinterkopf behalten.

Was uns in Krisensituationen helfen kann, sind das Schreiben und das Lesen. Seit fünf Jahren gibt es jetzt die NeuLand-Zeitung. Aus einer Krise erwachsen, erweist sie sich nun umso mehr als krisenfest.

Viele Texte in dieser Ausgabe erzählen von Schmerz, von Verlust und Einsamkeit. Aber immer wieder scheinen zwei Gefühle durch, die uns Krisen ertragen lassen, echte Frühlingsgefühle: Liebe und Hoffnung. Die NeuLand-Autoren erzählen, wie weit sie es trotz Kriegs- und Krisenerfahrungen gebracht haben, sie zeigen, dass Krisen zum Leben gehören und wie stark man aus ihnen hervorgehen kann.

Eine erbauende und berührende Lektüre wünscht Ihnen
Susanne Brandl und das NeuLand-Team